Vertrag zur Auftragsverarbeitung erstellen und unterzeichnen (Teil 11 der Reihe DSGVO-Dokumentation)
Teil 11 der Video-Reihe "DSGVO-Dokumentation mit preeco": einen AV-Vertrag mit dem Lohnbüro anlegen, mit dem Vertragspartner abstimmen, digital unterzeichnen lassen und mit der Verarbeitungstätigkeit verknüpfen.
Transkript des Videos
Wie entsteht ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung, und wer unterschreibt? In diesem Teil erstellt die Velomanufaktur Kaltenbach in preeco | datenschutz den Vertrag mit ihrem Lohnbüro, stimmt ihn mit dem Dienstleister ab und lässt ihn von beiden Seiten unterzeichnen. Ein Vertrag, der schon auf Papier unterschrieben ist, kommt als Datei dazu. Dieser Artikel ist Teil 11 der Video-Reihe "DSGVO-Dokumentation mit preeco".
Voraussetzungen
- Ihr Team verfügt über eine Lizenz für preeco | datenschutz.
- Der Dienstleister ist als Kontakt angelegt (Teil 1), und Sie wissen, wo ein Vertrag fehlt (Teil 10).
Vertrag anlegen
- Öffnen Sie Verträge zur Auftragsverarbeitung und klicken Sie auf Neu.
- Wählen Sie als Zugehörigkeit die GmbH und schalten Sie Alle ein, damit der Vertrag auch für die Abteilungen gilt.
- Alles Weitere tragen Sie über Bearbeiten ein.
Vertragspartner und Unterzeichner
- Vertragspartner 1 ist Ihr Unternehmen. Kaltenbach ist hier der Verantwortliche, das Lohnbüro der Auftragsverarbeiter.
- Vertragspartner 2 laden Sie über Aus Kontakten laden, bei Kaltenbach das Lohnkontor Breisgau mit Petra Schill. Nach Kontakt übernehmen stehen Firma, Ansprechpartnerin und E-Mail im Vertrag.
- Unter Unterzeichner legen Sie fest, wer unterschreibt: für Kaltenbach die Geschäftsführerin, für das Lohnbüro Petra Schill.
- Ergänzen Sie den Datenschutzbeauftragten des Dienstleisters und die weisungsberechtigten Personen und Weisungsempfänger auf beiden Seiten.
Textinhalt nach Art. 28 DSGVO
Art. 28 Abs. 3 DSGVO schreibt vor, was in den Vertrag gehört: Gegenstand, Dauer, Art und Zweck der Verarbeitung, Datenarten, Betroffene sowie Pflichten und Rechte des Verantwortlichen.
- Der Textinhalt ist in Kapitel gegliedert. Jedes Kapitel besteht aus Textbausteinen der Bibliothek.
- Tragen Sie Art und Zweck ein, beim Lohnbüro die Lohn- und Gehaltsabrechnung für alle Beschäftigten.
- Nennen Sie Datenarten und Betroffene, hier Stamm-, Lohn- und Bankdaten der Beschäftigten.
- Die Pflichten des Auftragnehmers passen Sie an, statt bei null anzufangen.
- Die TOMs des Dienstleisters sind Pflichtbestandteil. Das Lohnbüro hat seine als Datei geschickt.
- Tragen Sie Subunternehmer ein, bei Kaltenbach das Rechenzentrum des Lohnbüros. Legen Sie fest, ob der Vertragspartner Subunternehmer selbst ergänzen und ob er kommentieren darf. Dann speichern Sie.
Die Vorschau zeigt den fertigen Vertrag, Kapitel für Kapitel, durchnummeriert und mit allen Anhängen.
Verknüpfung mit der Verarbeitungstätigkeit
Tragen Vertragspartner und Datenempfänger denselben Namen, entsteht die Verknüpfung von selbst. Unter Beziehungen steht dann die Lohnabrechnung, und dort ist die Lücke aus Teil 10 geschlossen.
Rückmeldung des Dienstleisters einholen
- Holen Sie vor der Unterschrift über Aktionen eine Rückmeldung des Vertragspartners ein.
- Das Lohnbüro bekommt einen Link per E-Mail und öffnet den Vertrag ohne Anmeldung. Es kann ihn lesen und als ZIP-Datei herunterladen.
- Petra Schill trägt die aktuelle Liste der Subunternehmer ein, darunter neu eine Druckerei für die Lohnabrechnungen, und kommentiert, dass für die Kirchensteuer die Konfession bei den Datenarten fehlt.
- Sie werden per E-Mail benachrichtigt. Die Rückmeldung landet im Vertrag, und Sie passen den Text an.
Unterschriften einholen
- Fordern Sie die Unterschrift einer zeichnungsberechtigten Person an. Jeder Unterzeichner von Vertragspartner 1 bekommt einen eigenen Link.
- Bei Kaltenbach unterzeichnet die Geschäftsführerin auf der Seite aus ihrer E-Mail: Ort, Name, Position und Unterschrift.
- Danach geht der Vertrag automatisch an das Lohnbüro, und Petra Schill unterschreibt.
- Der Vertrag steht auf Unterzeichnet. Beide Unterschriften liegen vor, eine je Vertragspartner.
Papiervertrag hinterlegen
Der Vertrag mit der Personalwolke wurde letztes Jahr auf Papier unterschrieben. Lea lädt ihn hoch und markiert ihn als unterzeichnet. Viele Anbieter haben ihren eigenen Vertrag. Entscheidend ist, dass er in preeco liegt und mit der Verarbeitungstätigkeit verknüpft ist.
Staffel 1 geschafft
Nach und nach schließt Kaltenbach so alle fünf Lücken. Am Ende der ersten Staffel hat Kaltenbach neun Systeme, zwei TOM-Dokumente, zwölf Verarbeitungstätigkeiten, sieben Informationspflichten und fünf Verträge zur Auftragsverarbeitung dokumentiert.
In Staffel 2 folgen Schutzbedarf, Löschkonzept, Datenschutz-Folgenabschätzung, Drittlandtransfer und Kaltenbach als Auftragsverarbeiter für seine Händler.
Alle Teile der Reihe
← Teil 10: Fehlende AV-Verträge erkennen
- Auftakt: DSGVO-Dokumentation aufbauen
- Teil 1: Organisation, Datenschutzbeauftragter, Kontakte
- Teil 2: Systeme erfassen
- Teil 3: Datenfelder und Datenflüsse
- Teil 4: TOMs nach Art. 32
- Teil 5: Die erste Verarbeitungstätigkeit
- Teil 6: Verzeichnis mit KI und Team füllen
- Teil 7: Prüfen, freigeben, vorlegen
- Teil 8: Informationspflichten nach Art. 13 und 14
- Teil 9: Veröffentlichen
- Teil 10: Fehlende AV-Verträge erkennen
- Teil 11: AV-Vertrag erstellen und unterzeichnen (dieser Artikel)