IT-Grundschutz-Check im Cockpit durchführen – Teil 7 der BSI-Reihe
Teil 7 der Video-Reihe „BSI IT-Grundschutz mit preeco“: Anforderungen im ISMS-Cockpit je Asset bewerten, Entbehrliches begründen, Maßnahmen und Nachweise verknüpfen, Ausnahmen erfassen und Befragungsrunden mit Massenaktionen steuern.
Transkript des Videos
Der IT-Grundschutz-Check ist ein Soll-Ist-Vergleich: Für jede modellierte Anforderung halten Sie fest, wie weit sie umgesetzt ist – meist im Gespräch mit den Fachverantwortlichen. In preeco | informationssicherheit führen Sie den Check im ISMS-Cockpit durch. Dieser Artikel ist Teil 7 der Video-Reihe „BSI IT-Grundschutz mit preeco“.
Voraussetzungen
- Ihr Team verfügt über eine Lizenz für die Informationssicherheit (ISMS).
- Ihre Assets sind modelliert (Teil 6 der Reihe).
Cockpit lesen
- Öffnen Sie unter „Steuerung“ das „Cockpit“ und wählen Sie Ihren BSI-Katalog.
- Oben stehen die Kennzahlen: „Erfüllungsgrad“, offene Aufgaben und die nächste Frist.
- Darunter die „Heatmap“: Jede Kachel ist eine Anforderung, mit Kennung, Name und Status.
Die Status entsprechen dem BSI-Check: „Erfüllt“ heißt ja, „Teilweise erfüllt“ teilweise, „Nicht erfüllt“ nein, „Nicht anwendbar“ entspricht entbehrlich und „Nicht bewertet“ heißt: noch nicht erhoben.
Anforderung bewerten
- Klicken Sie auf eine Kachel, um die Anforderung zu öffnen.
- Eine Anforderung kann an mehreren Assets hängen. Im Tab „Assets“ bewerten Sie jedes Asset einzeln: mit Umsetzungsstatus, Begründung, offenen Maßnahmen, Verantwortlichem und einer eigenen Frist.
- Beschreiben Sie konkret, wie umgesetzt ist, etwa: „Die Geschäftsführung hat die Leitlinie unterzeichnet und erhält monatlich einen Management-Report des ISB.“
- Unter „Begründung des Einschlusses“ halten Sie fest, warum die Anforderung gilt – zum Beispiel als vertragliche Anforderung.
Der Status der Anforderung ergibt sich aus ihren Assets: Erfüllt ist sie erst, wenn alle zutreffenden Assets erfüllt sind. Entbehrliche Assets zählen nicht mit.
Entbehrlich richtig dokumentieren
- Trifft eine Anforderung auf ein Asset nicht zu, wählen Sie für dieses Asset „Nicht anwendbar“. preeco verlangt dann eine Begründung.
- Zum Beispiel: „Auf dem Firewall-Cluster läuft keine VoIP-Middleware.“
Best Practice: Entbehrlich heißt nicht relevant – nicht „wollen wir nicht“. Dafür gibt es die Risikoakzeptanz.
Maßnahmen, Nachweise und Ausnahmen
- Unter „Maßnahmen“ verknüpfen Sie, was die Anforderung erfüllt: Regelwerke, TOMs oder Assets. Jede Maßnahme hat einen Umsetzungsgrad von 0 bis 100 Prozent.
- Fehlt ein Nachweis, fordern Sie ihn mit „Anfordern“ an – auch von jemandem ohne preeco-Zugang. Der Tab „Nachweise“ im Cockpit ist Ihre Arbeitsliste mit Gültigkeiten, veralteten Nachweisen und offenen Anforderungen.
- Kann eine Anforderung bewusst nicht umgesetzt werden, erfassen Sie eine „Ausnahme (Risikoakzeptanz)“ mit Begründung, Genehmigung durch die Leitung, Befristung und Auflagen. Ausnahmen zählen nicht als erfüllt.
Befragungsrunden effizient führen
- Wechseln Sie im Cockpit in die Ansicht „Liste“.
- Markieren Sie mehrere Anforderungen und setzen Sie über die Massenaktion Zuständigkeit und Frist in einem Schritt.
- Im „Board“ sehen Sie die Anforderungen nach Status; der Erfüllungsgrad zeigt den Fortschritt über die Zeit.
Stimmen Sie das Ergebnis am Ende jedes Bausteins mit den Befragten ab.
Alle Teile der Reihe
← Teil 6: Modellierung · Teil 8: Risikoanalyse nach BSI-Standard 200-3 →
- Auftakt: IT-Grundschutz in neun Schritten
- Teil 1: Initiierung – Leitung, ISB und Leitlinie
- Teil 2: Schutzbedarf-Methodik festlegen
- Teil 3: Risikomethodik nach BSI-Standard 200-3
- Teil 4: Strukturanalyse
- Teil 5: Schutzbedarfsfeststellung
- Teil 6: Modellierung
- Teil 7: IT-Grundschutz-Check im Cockpit (dieser Artikel)
- Teil 8: Risikoanalyse nach BSI-Standard 200-3
- Teil 9: Audit vorbereiten