Zum Hauptinhalt springen

Bausteine nach IT-Grundschutz modellieren – Teil 6 der BSI-Reihe

Teil 6 der Video-Reihe „BSI IT-Grundschutz mit preeco“: den BSI-Anforderungskatalog mit angestrebtem Schutzniveau laden, passende Bausteine den Assets zuordnen und eigene Anforderungen anlegen, wo kein Baustein passt.

Letzte Aktualisierung:
Transkript des Videos
In diesem Video ordnen Sie Ihren Assets die passenden Bausteine aus dem IT-Grundschutz-Kompendium zu. Modellieren heißt: Für jedes Asset festlegen, welche Bausteine und damit welche Anforderungen gelten. Das Kompendium gliedert die Bausteine in zehn Schichten: von ISMS und Organisation bis zu Anwendungen, Systemen, Netzen und Infrastruktur. Zuerst brauchen Sie den Anforderungskatalog. Öffnen Sie im Cockpit die Katalogauswahl. Unter ‚Kataloge verwalten‘ laden Sie neue Kataloge. Mit ‚Anforderungskatalog laden‘ wählen Sie BSI IT-Grundschutz. Entscheidend ist das angestrebte Schutzniveau. Basis-Absicherung: 563 Anforderungen. Standard-Absicherung: 1430 Anforderungen. Erhöhter Schutzbedarf: 1835 Anforderungen. Die Datensicherheit GmbH arbeitet mit der Standard-Absicherung. Sie können klein anfangen. Das Schutzniveau lässt sich später heraufsetzen, die zusätzlichen Anforderungen kommen dann hinzu. Unser Katalog ist bereits geladen. Jetzt verbinden wir ihn mit den Assets. Öffnen Sie das Asset Informationsverbund und dort den Tab ‚Anforderungen‘. Mit ‚Bausteine zuordnen‘ wählen Sie aus dem Kompendium. preeco bietet nur Bausteine an, die zum BSI-Asset-Typ passen. Für den Informationsverbund sind das die übergreifenden. Starten Sie mit R1: ISMS, die ORP-Bausteine und OPS.1.1. Sie sind die Grundlage des Sicherheitsprozesses. ISMS.1 und ORP.1 bis ORP.3 sind schon verknüpft. Wir ordnen ORP.4 Identitäts- und Berechtigungsmanagement zu. Die 21 Anforderungen des Bausteins hängen jetzt am Asset – jeweils mit ihrer Stufe Basis oder Standard. Beim Virtualisierungscluster sieht die Auswahl anders aus. Für ein IT-System bietet preeco die SYS-Bausteine an, etwa Server und Virtualisierung. preeco filtert die passenden Bausteine. Welche wirklich gelten, entscheiden Sie. Einzelne Anforderungen ordnen Sie mit ‚Anforderungen zuordnen‘ zu, ohne den ganzen Baustein. Es geht auch andersherum: Von einer Anforderung aus ordnen Sie im Tab ‚Assets‘ mehrere Assets auf einmal zu. Und wenn kein Baustein passt? Das Pentest-Labor ist so ein Fall. Legen Sie dafür im Cockpit mit ‚Neu‘ eine eigene Anforderung an: Einordnung, ID, Bezeichnung, Beschreibung und Begründung. Etwa: Das Labor ist physisch vom Produktivnetz getrennt. Das BSI nennt das einen benutzerdefinierten Baustein. Für solche Objekte ist zusätzlich eine Risikoanalyse fällig. Dokumentieren Sie auch, was Sie nicht modellieren – mit Grund. Bei RECPLAST heißt es etwa: ‚Es gibt kein Datenträgerarchiv‘. Die Reihenfolge R1, R2, R3 ist keine Gewichtung. Am Ende sind alle relevanten Bausteine umgesetzt. Im Cockpit sehen Sie im Tab ‚Assets‘, wie viele Bausteine an jedem Asset hängen. Im nächsten Teil: der IT-Grundschutz-Check – Anforderung für Anforderung bewerten.

Modellieren heißt: Für jedes Asset festlegen, welche Bausteine aus dem IT-Grundschutz-Kompendium und damit welche Anforderungen gelten. Das Kompendium gliedert die Bausteine in zehn Schichten – von ISMS und Organisation bis zu Anwendungen, Systemen, Netzen und Infrastruktur. Dieser Artikel ist Teil 6 der Video-Reihe „BSI IT-Grundschutz mit preeco“.

Voraussetzungen

  • Ihr Team verfügt über eine Lizenz für die Informationssicherheit (ISMS).
  • Ihre Assets tragen einen BSI-Asset-Typ (Teil 4 der Reihe).

Anforderungskatalog laden

  1. Öffnen Sie unter „Steuerung“ das „Cockpit“ und dort die Katalogauswahl.
  2. Unter „Kataloge verwalten“ wählen Sie mit „Anforderungskatalog laden“ BSI IT-Grundschutz.
  3. Entscheidend ist das „Angestrebte Schutzniveau“: Basis-Absicherung mit 563 Anforderungen, Standard-Absicherung mit 1430 und erhöhter Schutzbedarf mit 1835 Anforderungen.

Sie können klein anfangen: Das Schutzniveau lässt sich später heraufsetzen, die zusätzlichen Anforderungen kommen dann hinzu.

Bausteine einem Asset zuordnen

  1. Öffnen Sie ein Asset und dort den Tab „Anforderungen“.
  2. Klicken Sie auf „Bausteine zuordnen“. preeco bietet nur Bausteine an, die zum BSI-Asset-Typ passen: für den Informationsverbund die übergreifenden, für ein IT-System die Bausteine der Schicht IT-Systeme.
  3. Wählen Sie den Baustein und klicken Sie auf „Zuordnen“. Seine Anforderungen hängen danach am Asset, jeweils mit ihrer Stufe Basis oder Standard.
  4. Einzelne Anforderungen ordnen Sie mit „Anforderungen zuordnen“ zu, ohne den ganzen Baustein.
  5. Andersherum ordnen Sie von einer Anforderung aus im Tab „Assets“ mehrere Assets auf einmal zu.

preeco filtert die passenden Bausteine – welche wirklich gelten, entscheiden Sie. Best Practice: Starten Sie mit R1, also ISMS, den ORP-Bausteinen und OPS.1.1. Die Reihenfolge R1, R2, R3 ist keine Gewichtung: Am Ende sind alle relevanten Bausteine umgesetzt.

Eigene Anforderung, wenn kein Baustein passt

  1. Klicken Sie im Cockpit auf „Neu“, um eine eigene Anforderung anzulegen.
  2. Füllen Sie Einordnung, ID, Bezeichnung, Beschreibung und Begründung aus, zum Beispiel für die physische Trennung eines Pentest-Labors vom Produktivnetz.

Das BSI nennt das einen benutzerdefinierten Baustein; für solche Objekte ist zusätzlich eine Risikoanalyse fällig (Teil 8). Dokumentieren Sie auch, was Sie nicht modellieren – mit Grund, etwa „Es gibt kein Datenträgerarchiv“.

Überblick im Cockpit

Im Cockpit sehen Sie im Tab „Assets“, wie viele Bausteine an jedem Asset hängen.

Alle Teile der Reihe

← Teil 5: Schutzbedarfsfeststellung · Teil 7: IT-Grundschutz-Check im Cockpit →

  1. Auftakt: IT-Grundschutz in neun Schritten
  2. Teil 1: Initiierung – Leitung, ISB und Leitlinie
  3. Teil 2: Schutzbedarf-Methodik festlegen
  4. Teil 3: Risikomethodik nach BSI-Standard 200-3
  5. Teil 4: Strukturanalyse
  6. Teil 5: Schutzbedarfsfeststellung
  7. Teil 6: Modellierung (dieser Artikel)
  8. Teil 7: IT-Grundschutz-Check im Cockpit
  9. Teil 8: Risikoanalyse nach BSI-Standard 200-3
  10. Teil 9: Audit vorbereiten

Änderungen und Irrtümer können vorkommen. Die Angaben in diesem Artikel wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit.

Passende Glossarbegriffe