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Nachhaltigkeit / ESG

GRI Standards

Das weltweit verbreitete Rahmenwerk der Global Reporting Initiative für die Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Die GRI Standards (Global Reporting Initiative) sind das meistgenutzte Rahmenwerk für die freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung weltweit. Sie wurden von der 1997 gegründeten Global Reporting Initiative entwickelt und zuletzt 2021 grundlegend überarbeitet (GRI Universal Standards 2021). Die Standards decken ökologische, soziale und wirtschaftliche Berichtsthemen ab und ermöglichen eine vergleichbare, transparente Darstellung der Nachhaltigkeitsperformance.

Die GRI Standards gliedern sich in universelle Standards (GRI 1: Grundlagen, GRI 2: Allgemeine Angaben, GRI 3: Wesentliche Themen), sektorale Standards für spezifische Branchen sowie thematische Standards für konkrete Nachhaltigkeitsthemen (z. B. Emissionen, Wasser, Arbeit). Das Konzept der Wesentlichkeit steht auch bei GRI im Mittelpunkt: Unternehmen berichten vorrangig über Themen, die ihre wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Auswirkungen am stärksten widerspiegeln.

Die GRI Standards sind kompatibel mit den ESRS und erleichtern CSRD-pflichtigen Unternehmen, die bereits nach GRI berichtet haben, den Übergang. EFRAG hat eine Interoperabilitätstabelle veröffentlicht, die zeigt, welche GRI-Angaben welchen ESRS-Datenpunkten entsprechen. Für Compliance-Beauftragte bietet GRI damit eine bewährte Grundlage und erleichtert die doppelte Berichterstattung für internationale und EU-spezifische Anforderungen.

Rechtliche Grundlage

GRI Universal Standards 2021

Praxisbeispiel

Ein internationales Handelsunternehmen berichtet seit Jahren freiwillig nach GRI Standards und veröffentlicht jährlich einen GRI-konformen Nachhaltigkeitsbericht. Als es unter die CSRD-Berichtspflicht fällt, nutzt der Compliance-Beauftragte die EFRAG-Interoperabilitätstabelle, um bestehende GRI-Angaben den entsprechenden ESRS-Datenpunkten zuzuordnen. Die bereits vorhandene Berichtsinfrastruktur spart erheblich Zeit und Ressourcen bei der CSRD-Umstellung.

Häufige Fragen

Ja, die GRI Standards sind ein freiwilliges Rahmenwerk. Allerdings verlangen viele Investoren, Ratingagenturen und Auftraggeber GRI-konforme Berichte. Für CSRD-pflichtige Unternehmen sind die GRI Standards keine gesetzliche Pflicht, aber eine nützliche Brücke zu den ESRS.
GRI ist ein globales, freiwilliges Rahmenwerk mit Fokus auf die Auswirkungen des Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft (Outside-In-Perspektive). ESRS sind EU-weit verbindliche Standards, die zusätzlich eine finanzielle Wesentlichkeitsperspektive (Outside-In und Inside-Out) verlangen. EFRAG hat bewusst auf Interoperabilität gesetzt.
GRI entwickelt sektorspezifische Standards für Branchen mit besonders hoher Nachhaltigkeitsrelevanz, z. B. für Öl und Gas, Bergbau, Landwirtschaft, Finanzdienstleistungen oder den öffentlichen Sektor. Diese ergänzen die universellen Standards und definieren branchenspezifische wesentliche Themen und Kennzahlen.

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