Compliance-Anforderungen für KI-Systeme verwalten
So pflegen und bewerten Sie den Anforderungskatalog einer KI-Compliance-Prüfung: neue Compliance-Anforderungen anlegen, Status und Kategorie bearbeiten, mehrere Anforderungen gemeinsam als umgesetzt markieren und den Umsetzungsstand für Audits belegen.
Aus der Risikoklassifizierung einer KI-Compliance-Prüfung leiten sich konkrete Anforderungen der KI-Verordnung ab. In diesem Artikel pflegen Sie diesen Anforderungskatalog, bewerten den Umsetzungsstand jeder einzelnen Anforderung und machen ihn für Ihr ISMS und für Audits belegbar.
Voraussetzungen
- Sie haben Schreibrechte auf die betreffende KI-Compliance-Prüfung.
- Die Prüfung ist bis zur Risikoklassifizierung ausgefüllt — insbesondere bei einer Einstufung als „hochriskant“ ergeben sich Anforderungen aus Art. 9–15 KI-VO, etwa zu Risikomanagement, technischer Dokumentation, menschlicher Aufsicht, Robustheit und Cybersicherheit.
- Sie befinden sich in der Detailansicht der Prüfung, in „Schritt 5: Ergebnis“. Der Unterabschnitt „Compliance-Anforderungen“ liegt dort zwischen den Feldern „Hinweise zur Risikobeschreibung“ und „Hinweise zum Ergebnis“.
Anforderung anlegen
- Öffnen Sie die Detailansicht der KI-Compliance-Prüfung und scrollen Sie zu „Schritt 5: Ergebnis“.
- Klicken Sie rechts oben im Unterabschnitt „Compliance-Anforderungen“ auf „Neu“. Es öffnet sich ein Slide-Over mit dem Formular der Anforderung.
- Pflegen Sie die relevanten Felder: „Status“, „Artikel KI-VO“, „Kurzbezeichnung der Anforderungen“, „Kategorie der Anforderungen“ und die Hinweise.
- Speichern Sie. Die Anforderung erscheint anschließend in der Tabelle des Unterabschnitts.
Anforderung bewerten und bearbeiten
- Klicken Sie in der Tabelle auf eine Zeile. Die schreibgeschützte Detailansicht der Anforderung öffnet sich in einem Slide-Over.
- Wechseln Sie über die dort verfügbaren Aktionen in den Bearbeitungsmodus.
- Aktualisieren Sie den „Status“ entsprechend dem tatsächlichen Umsetzungsstand und dokumentieren Sie die Bewertung in den Hinweisen.
- Speichern Sie Ihre Änderungen. Mit „Abbrechen“ verwerfen Sie die Eingabe.
Mehrere Anforderungen gemeinsam bewerten
- Markieren Sie über die Auswahlboxen am Zeilenanfang die gewünschten Anforderungen — oder über die Auswahlbox in der Kopfzeile alle sichtbaren Einträge.
- Klicken Sie rechts oben auf „Aktionen“ und wählen Sie eine der angebotenen Massenaktionen, beispielsweise das gemeinsame Markieren als „umgesetzt“.
Große Kataloge behalten Sie über „Suchwort“, „Filter“ und „Spalten“ im Griff; das Auswahlmenü rechts neben „Spalten“ legt die Anzahl der Einträge pro Seite fest (5, 10, 25, 50, 100). Standardmäßig ist die Tabelle nach „Kurzbezeichnung der Anforderungen: A-Z“ sortiert.
Was danach passiert
- Status- und Inhaltsänderungen werden in der Aktivitätshistorie der KI-Compliance-Prüfung protokolliert.
- Beobachter:innen und zugewiesene Bearbeiter:innen erhalten eine Benachrichtigung.
- Der „Status der Compliance-Anforderungen“ in der Übersichtsseite der KI-Compliance-Prüfungen wird automatisch neu berechnet.
Tipp aus der Praxis: Pflegen Sie für jede hochriskante Anforderung mindestens eine Aufgabe im Reiter „Aufgaben“ der Prüfung. So bleibt das Wer, Was, bis wann nachvollziehbar — und Sie können in Audits den Stand der Umsetzung lückenlos belegen.
Änderungen und Irrtümer können vorkommen. Die Angaben in diesem Artikel wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit.