Audit-Katalog-Detailansicht verstehen
Die Detailansicht ist die zentrale Akte eines Audit-Katalogs. Dieser Artikel erklärt den Aufbau der Seite, die Reiter und die methodische Kette Katalog → Prüfliste → Anforderung → Gefährdung, damit Sie Ihr ISMS-Regelwerk sicher lesen und pflegen.
Die Detailansicht eines Audit-Katalogs bündelt das gesamte Methodengerüst Ihres ISMS an einer Stelle. Nach diesem Artikel wissen Sie, welche Information in welchem Abschnitt steht, wofür die einzelnen Reiter da sind und wie Katalog, Prüfliste, Anforderung und Gefährdung zusammenhängen.
Voraussetzungen
- Sie haben Zugriff auf die zugehörige Organisation, oder der Audit-Katalog ist für „Alle Organisationen“ freigegeben.
- Zum Bearbeiten, Freigeben, Duplizieren oder Löschen benötigen Sie zusätzlich die jeweils passende Berechtigung. Zum reinen Lesen der Detailansicht genügt der Zugriff auf die Organisation.
Detailansicht öffnen
- Öffnen Sie die Übersicht „Audit-Kataloge“.
- Klicken Sie in der Tabelle auf eine beliebige Stelle der Zeile. Die Detailseite öffnet sich im Reiter „Inhalt“.
- Prüfen Sie oberhalb der Reiter die Schnellaktionen „Wiedervorlage“, „Bearbeiter:innen“, „Beobachter:innen“ und „Geöffnet von“ — sie zeigen auf einen Blick, wer am Katalog arbeitet und wann er erneut zu prüfen ist.
Aufbau des Reiters „Inhalt“
Die Sachinformationen sind in vier Abschnitte gegliedert:
- „Allgemein“ — „Bezeichnung“, „Status“ (
Neu,In Bearbeitung,Freigegeben,Archiviert), „Dokumenten-ID“, „Erstellt am“ und „Beschreibung“. - „Zugehörigkeit“ — die zugeordneten „Organisationen“ beziehungsweise der Hinweis „Alle Organisationen“. Ohne Zuordnung erscheint „Keine zugehörigen Organisationen“.
- „Prüflisten“ — Tabelle mit den Spalten „Bezeichnung“, „Beschreibung“ und „Erlaubter Prüfobjekt-Typ“. Über „Neu“ legen Sie eine Prüfliste an, ein Klick auf eine Zeile öffnet sie mitsamt ihren Anforderungen in einer Seitenleiste.
- „Gefährdungen“ — Tabelle mit den Spalten „Bezeichnung“ und „Beschreibung“. Über „Neu“ legen Sie eine Gefährdung an, ein Klick auf eine Zeile öffnet sie in einer Seitenleiste.
Die Reiter der Detailseite
- „Inhalt“ — die oben beschriebenen Sachinformationen.
- „Aktivitäten“ — die Historie aller Änderungen, etwa Bearbeiten und Freigeben.
- „Dateien“ — ergänzende Dokumente wie Normtexte oder eigene Auslegungen.
- „Aufgaben“ — Folgemaßnahmen, die direkt am Katalog verankert sind.
- „Beziehungen“ und „Kommentare“ — Verknüpfungen zu anderen Objekten und Diskussionen zur Methodik.
- „Checklisten“ und „Umfragen“ — allgemeine Checklisten und Umfragen, etwa für eine strukturierte Vorab-Erhebung.
- „Risikoanalysen“ — die formellen Risikobewertungen zu den im Katalog gepflegten Gefährdungen.
- „Revisionen“ — beim Freigeben wird automatisch eine neue Revision angelegt und hier sichtbar.
Katalog → Prüfliste → Anforderung → Gefährdung
Die Detailansicht bildet zwei methodische Bestandteile ab, die im späteren Audit zusammenwirken:
- Der Audit-Katalog ist der methodische Rahmen. Beim Anlegen eines Audits wählen Sie genau einen Katalog aus.
- Die Prüflisten gliedern den Katalog in Themenfelder und legen über den „Erlaubten Prüfobjekt-Typ“ fest, woran geprüft wird — etwa
ISMS-Prozess,ComplianceoderAsset. - Die Anforderungen innerhalb einer Prüfliste definieren, was geprüft wird.
- Die Gefährdungen geben den Risikokontext vor und werden an einzelnen Anforderungen referenziert. So ist im Audit für jede Anforderung nachvollziehbar, gegen welche Gefährdung sie schützen soll.
Diese Trennung spiegelt die Struktur etablierter Auditmethoden wie CISIS12 oder BSI IT-Grundschutz wider, in denen Anforderungen und Gefährdungen eigenständige Bausteine sind — die Voraussetzung für eine risikoorientierte Bewertung der Audit-Ergebnisse.
Vorschau und weitere Aktionen
- Klicken Sie rechts oben auf „Vorschau“, um eine seitenweise formatierte Ansicht des Katalogs zu öffnen, wie sie auch beim Download erzeugt wird. Schließen Sie sie über das X rechts oben.
- Klicken Sie rechts oben auf „Bearbeiten“, um Inhalte zu ändern. Solange der Status
NeuoderIn Bearbeitungist, erscheint zusätzlich die grüne Schaltfläche „Freigeben“. - Über „Aktionen“ rechts oben erreichen Sie „Zugehörigkeit ändern“, „Beobachten“, „Archivieren“, „Duplizieren“, „Verbundenes Dokument erstellen“, „Download als PDF“ beziehungsweise „Download als DOCX“ sowie „Löschen“.
Tipps aus der Praxis
- Nutzen Sie die „Vorschau“ vor jeder Audit-Vorbereitung als visuelle Schlusskontrolle: Lücken wie eine Anforderung ohne zugeordnete Gefährdungen oder eine Prüfliste ohne erlaubten Prüfobjekt-Typ fallen in der gerenderten Form deutlich schneller auf als in den einzelnen Tabellen.
- Geben Sie einen Katalog erst frei, wenn die Anforderungen mindestens einer Prüfliste vollständig erfasst und die relevanten Gefährdungen zugeordnet sind — im Status
Freigegebendient er als geprüfte Methodenbasis für reale Audits.
Änderungen und Irrtümer können vorkommen. Die Angaben in diesem Artikel wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit.