Audit-Katalog bearbeiten und eigene Norm abbilden
So legen Sie einen eigenen Audit-Katalog an und pflegen seine Stammdaten – Bezeichnung, Status, Dokumenten-ID, Sprache, Beschreibung und Zugehörigkeit –, damit Ihre eigene Norm oder Ihr internes Prüfschema als wiederverwendbarer Methodenrahmen im ISMS zur Verfügung steht.
Wenn Ihr Prüfschema nicht aus einem fertigen Normwerk stammt – etwa eine konzerneigene Sicherheitsrichtlinie, eine Lieferantenprüfung oder eine an ISO/IEC 27001 angelehnte Eigenentwicklung –, bilden Sie es als eigenen Audit-Katalog ab. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie einen leeren Katalog anlegen und seine Stammdaten so pflegen, dass die Methodik wiederfindbar, versionierbar und für externe Prüfer nachvollziehbar bleibt.
Voraussetzungen
- Sie sind in einem Team angemeldet, das das Modul „Audit-Kataloge“ verwendet.
- Sie verfügen über die Berechtigung, Audit-Kataloge zu sehen und zu bearbeiten.
- Um den Status auf „Freigegeben“ zu setzen, benötigen Sie zusätzlich die Berechtigung zum Freigeben.
- Sie haben Zugriff auf die zugehörige Organisation, oder der Katalog ist für „Alle Organisationen“ freigegeben.
Eigenen Audit-Katalog anlegen
- Klicken Sie im linken Menü auf „Audits“ und dann auf „Audit-Kataloge“.
- Klicken Sie rechts oben auf das Pfeilsymbol neben der Schaltfläche „Neu“.
- Wählen Sie „Audit-Katalog erstellen“. Damit entsteht ein leerer Katalog, den Sie anschließend selbst mit Prüflisten, Anforderungen, Prüfobjekt-Typen, Anwendbarkeiten und Gefährdungen befüllen.
- Füllen Sie die Eingabemaske aus und speichern Sie.
Die zweite Option „Aus Musterdokumenten laden“ übernimmt dagegen eine bereits vorbefüllte Vorlage wie „BSI IT-Grundschutz“ oder „CISIS12“ – sie ist der richtige Weg, wenn Sie einen bewährten Standard und keine eigene Norm abbilden möchten.
Stammdaten bearbeiten
- Öffnen Sie die Detailansicht des Katalogs und klicken Sie rechts oben auf „Bearbeiten“ oder im Auswahlmenü „Aktionen“ auf „Bearbeiten“.
- Vergeben Sie im Reiter „Inhalt“, Abschnitt „Allgemein“, eine sprechende „Bezeichnung“ (Pflichtfeld, 1–150 Zeichen).
- Wählen Sie den „Status“: „Neu“ beim Anlegen, „In Bearbeitung“ während des methodischen Aufbaus, „Freigegeben“ für den produktiven Einsatz und „Archiviert“ für abgelöste Stände.
- Tragen Sie unter „Dokumenten-ID“ optional Ihre interne Kennung ein, zum Beispiel
AK-001. - Wählen Sie die „Sprache“ des Katalogs.
- Halten Sie in der „Beschreibung“ die methodische Herkunft fest – Normbezug und Quelle, Anwendungsbereich und vorgesehener Adressatenkreis.
- Ordnen Sie den Katalog im Abschnitt „Zugehörigkeit“ über „Organisationen“ zu. Wenn die Methodik für das gesamte Team gelten soll, aktivieren Sie „Alle Organisationen“.
- Klicken Sie auf „Speichern“. Mit „Abbrechen“ verwerfen Sie die Eingaben.
Was sich dadurch ändert
- Der Vorgang wird protokolliert und ist im Reiter „Aktivitäten“ sichtbar.
- Beim Übergang in den Status „Freigegeben“ wird automatisch eine neue Revision angelegt; sie erscheint im Reiter „Revisionen“.
- Wird der Katalog über „Verbundenes Dokument erstellen“ an Tochtergesellschaften vererbt, wirken Änderungen auf alle abgeleiteten Varianten. Der Reiter „Beziehungen“ zeigt, ob abhängige Dokumente bestehen.
Tipp aus der Praxis: Setzen Sie den Status erst dann auf „Freigegeben“, wenn die Prüflisten und ihre Anforderungen vollständig erfasst und die relevanten Gefährdungen zugeordnet sind. Solange der Katalog „In Bearbeitung“ ist, lassen sich Inhalte risikolos überarbeiten – nach der Freigabe wird jede Änderung versioniert und gegenüber bereits laufenden Audits sichtbar.
Änderungen und Irrtümer können vorkommen. Die Angaben in diesem Artikel wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit.