Arbeitsunfall erfassen und untersuchen
Wie Sie in preeco | nachhaltigkeit einen arbeitsbezogenen Vorfall im Bereich Health & Safety melden, die Untersuchung starten und sie mit Grundursache und Korrekturmaßnahmen abschließen – die Datenbasis für die ESRS-S1-14-Kennzahlen.
Ein Arbeitsunfall wird in preeco | nachhaltigkeit als „H&S Incident“ erfasst und durchläuft anschließend einen Untersuchungs-Workflow mit den Status „Open“ → „Investigating“ → „Closed“. Erst der dokumentierte Abschluss mit Grundursache und Korrekturmaßnahmen macht die Kennzahlen nach ESRS S1-14 prüffest.
Voraussetzungen
- Für die gewählte Berichtsperiode existiert eine gesperrte CSRD-Berichtsgrenze mit einbezogenen Organisationen – sie bestimmt, welche Organisationen auswählbar sind.
- Die H&S-Daten der Periode sind noch nicht als vollständig markiert. Andernfalls ist die Schaltfläche „Add Incident“ ausgeblendet.
- Sie sind in Ihrem Team angemeldet und die gewünschte Berichtsperiode ist in der Kopfleiste gewählt.
Vorfall melden
- Öffnen Sie „Eigene Arbeitskräfte > Health & Safety“.
- Klicken Sie im Abschnitt „H&S Incidents“ auf „Add Incident“. Der Dialog „Add H&S Incident“ öffnet sich seitlich.
- Wählen Sie im Abschnitt „Standort“ die betroffene „Organisation“ (Pflichtfeld). Die „Einrichtung“ ist optional; die Vorgabe lautet
Organization-level (no specific facility). - Erfassen Sie im Abschnitt „Details zum Vorfall“ das „Datum des Vorfalls“, den „Incident Type“ (
Injury,Ill Health,FatalityoderHigh-Consequence Injury), den „Schweregrad“ (Minor,Moderate,SevereoderFatal) und die „Beschreibung“. Erfassen Sie in der Beschreibung keine Namen oder personenbezogenen Angaben – der Dialog weist mit „Do not include worker names or personal identifiers.“ ausdrücklich darauf hin. - Legen Sie im Abschnitt „Klassifizierung“ den „Typ des Arbeitnehmers“ fest (
EmployeeoderNon-Employee), prüfen Sie den standardmäßig aktivierten Schalter „Recordable“ und tragen Sie unter „Lost Days“ die Ausfalltage in Kalendertagen ein. - Wenn Sie als „Incident Type“ den Wert
Fatalitywählen, erscheint zusätzlich das Pflichtfeld „Fatality Cause“ mit den OptionenDeath from work-related injuryundDeath from work-related illness. Der „Schweregrad“ wird dann fest aufFatalgesetzt und „Recordable“ lässt sich nicht mehr abwählen. - Klicken Sie auf „Erstellen“. Mit „Abbrechen“ verwerfen Sie die Eingaben.
Der Vorfall erscheint in der Tabelle „H&S Incidents“ mit einer automatisch vergebenen Referenznummer (z. B. INC-000001) und dem Untersuchungsstatus „Open“.
Untersuchung starten und abschließen
- Öffnen Sie die Detailseite des Vorfalls, öffnen Sie rechts oben das Menü „Aktionen“ und wählen Sie „Start Investigation“. Der „Investigation Status“ wechselt auf „Investigating“.
- Wählen Sie nach Abschluss der Ermittlungen im Menü „Aktionen“ den Eintrag „Close Investigation“. Der gleichnamige Dialog öffnet sich seitlich.
- Füllen Sie im Abschnitt „Investigation Closure“ die Pflichtfelder „Root Cause“, „Corrective Actions“ und „Investigation Findings Summary“ aus. „Closure Notes“ sind optional.
- Klicken Sie auf „Close Investigation“. Der Status wechselt auf „Closed“ und die Angaben erscheinen im Abschnitt „Untersuchung“ der Detailseite.
- Wenn neue Erkenntnisse auftauchen, wählen Sie „Aktionen > Reopen Investigation“ und erfassen Sie den Pflichtgrund „Grund für die Wiedereröffnung“ (3 bis 100 Zeichen). Die ursprünglichen Abschlussdaten bleiben erhalten und werden schreibgeschützt gespeichert.
Was danach passiert
- Die Kennzahlen im Abschnitt „Wichtige Leistungsindikatoren“ (TRIR, LTIFR, HCIR, Recordable Incidents, Lost Days) werden sofort neu berechnet, sofern ein Coverage-Datensatz mit Arbeitsstunden vorliegt.
- Der Untersuchungsstatus erscheint in der Spalte „Untersuchung“ der Vorfalltabelle und fließt in die Vollständigkeitsprüfung der Periode ein.
- Jeder Statuswechsel wird in der Aktivitätshistorie protokolliert.
Tipp aus der Praxis: Schließen Sie alle Untersuchungen zu Todesfällen ab, bevor Sie die Periode abschließen – diese Prüfung blockiert den Periodenabschluss. Zusätzlich erwartet die Vollständigkeitsprüfung eine Abschlussquote von mindestens 90 % über alle Untersuchungen.
Änderungen und Irrtümer können vorkommen. Die Angaben in diesem Artikel wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit.