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ESRS E5 Kreislaufwirtschaft

Vollständige ESRS-E5-konforme Erfassung von Ressourcenzuflüssen, Ressourcenabflüssen und Abfall – von Materialflüssen mit automatischem Abgleich gegen die kritischen Rohstoffe der EU-Rohstoffverordnung über die Abfallwirtschaft auf Basis des Europäischen Abfallverzeichnisses bis zur Bewertung der Produktkreislauftauglichkeit. Alle Kennzahlen werden automatisch je Periode berechnet und prüfungssicher dokumentiert.

ESRS E5 Kreislaufwirtschaft

Material, Abfall und Produktkreislauf in einem Modul

Das E5-Modul führt von der doppelten Wesentlichkeitsanalyse über Materialflüsse und Abfalldaten bis zu Richtlinien, Produktkreislauftauglichkeit sowie Zielen und Maßnahmen. Deterministische Referenzdaten und KI-gestützte Klassifizierer arbeiten Hand in Hand – Kennzahlen entstehen automatisch aus den erfassten Daten.

Doppelte Wesentlichkeitsanalyse

Drei Unterthemen werden bewertet: Ressourcenzuflüsse, Ressourcenabflüsse aus Produkten und Dienstleistungen sowie Abfall. Die Erfassung erfolgt manuell, per Checkliste oder über KI-gestützte Auswirkungserkennung, ergänzt um einen KI-gestützten Schweregrad-Vergleichswert. Freigabeworkflow, Wesentlichkeitsberechnung und Wesentlichkeitsmatrix sichern das Ergebnis ab.

Materialflüsse

Materialien werden mit Bezeichnung, Materialtyp (technisch oder biologisch), Gewicht, Kennzeichnung als Sekundärrohstoff samt Anteilsangabe, Nachweisdokumenten sowie Zuordnung zu Organisation und optional Einrichtung erfasst. Ein deterministischer Abgleich mit der EU-Rohstoffverordnung prüft gegen 34 kritische Rohstoffe, von denen 18 zusätzlich als strategisch gekennzeichnet sind, und setzt Kennzeichnung und Spezifikation automatisch. Ein KI-Materialklassifizierer greift dort, wo sich Materialien nicht ohne Weiteres zuordnen lassen – mit Konfidenz, Begründung und ausdrücklichem Prüfvorbehalt. Gewichte werden stets in Tonnen gespeichert, die Eingabe in Kilogramm ist ein Komfortmerkmal; Periodenkennzahlen zu Gesamtgewicht, Anzahl der Materialien und Sekundärrohstoffen entstehen automatisch.

Abfallwirtschaft

Abfallströme werden als wiederverwendbare Konfiguration mit Abfallschlüssel des Europäischen Abfallverzeichnisses, Schlüsselmaterialien und Kennzeichnung als gefährlich oder radioaktiv angelegt – auf Basis von 842 hinterlegten Abfallschlüsseln mit Kapitel, Gefährlichkeitskennzeichen und Spiegeleintrags-Kennzeichnung. Abfalldatensätze halten Berichtszeitraum, Organisation, optional Einrichtung, Abfallstrom, Stichtag, Gewicht, Zielkategorie, Verfahrensart, Messmethode, Entsorger und Nachweisdokumente fest. Ein KI-Abfallklassifizierer wählt den Abfallschlüssel ausschließlich aus der hinterlegten Referenzliste, übernimmt die Gefährlichkeit aus der Tabelle und kennzeichnet Spiegeleinträge ausdrücklich als vorläufige Einschätzung. Periodenkennzahlen zu Gesamtgewicht, Anteilen und Aufschlüsselung je Verfahren werden automatisch berechnet.

Richtlinien zur Kreislaufwirtschaft

Sechs Richtlinientypen werden mit Unterthemenabdeckung, Geltungsbereich, Integration von Kreislaufprinzipien samt Erläuterung, Verantwortlichem, Drittstandards, Stakeholder-Interessen, Verfügbarkeit sowie Wirksamkeits- und Überprüfungsdaten geführt. Lebenszyklus, Abdeckungsansicht, Nichtvorhandensein-Erklärungen und Vollständigkeitsprüfung machen Lücken sichtbar und dokumentieren sie begründet.

Bewertung der Produktkreislauftauglichkeit

Je Produkt und Berichtszeitraum werden Haltbarkeit (Angabeart, Beschreibung, Auslegungslebensdauer, Garantiedauer), Reparierbarkeit (Angabeart, Beschreibung, Reparierbarkeitswert und zugrunde liegendes Bewertungssystem) sowie die Recyclingfähigkeit von Produkt und Verpackung über Gesamt- und recycelbare Gewichte erfasst. Die Recyclingfähigkeitsraten leitet das System automatisch aus den Gewichten ab – für Produkt und Verpackung getrennt. Periodenkennzahlen liefern den durchschnittlichen Reparierbarkeitswert und die durchschnittliche Recyclingfähigkeit; die Wesentlichkeit des Unterthemas „Ressourcenabflüsse" wird als Statuskennzeichen aus der genehmigten Wesentlichkeitsanalyse eingeblendet.

Maßnahmen und Ziele

Ziele lassen sich absolut oder relativ beziehungsweise intensitätsbezogen führen, mit acht Zielkennzahlen von der Reduktion der Ressourcenzuflüsse über Produktkreislauffähigkeit, Rezyklatanteil und Verwertungsquote bis zu absoluter Abfallreduktion sowie Wiederverwendungs- und Recyclingquote. Der Lebenszyklus führt von Entwurf über Aktiv zu Abgelaufen oder Archiviert mit automatischem Ablauf; die Aktivierung setzt eine bestandene Vollständigkeitsprüfung voraus, löst eine bestehende Verzichtserklärung automatisch ab und sperrt den Basiswert – änderbar nur über Archivierung und Neuanlage, eine bewusst prüfungsfeste Konstruktion. Maßnahmen in neun Typen verlangen zum Abschluss mindestens ein Nachweisdokument und stoßen die Neuberechnung des Fortschritts verknüpfter Ziele an. KI-gestützte Zielvorschläge stützen sich auf die eigenen erfassten Daten aus Materialflüssen, Produktkreislauftauglichkeit und Abfallwirtschaft; fehlen Daten, bleiben die Felder leer und werden als vor der Aktivierung zu ergänzen gekennzeichnet – es werden keine Werte erfunden.

Begriffe auf dieser Seite kurz erklärt

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