ESRS E2 Umweltverschmutzung
Vollständige ESRS-E2-konforme Erfassung und Berichterstattung zu Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung, Bodenverunreinigung, bedenklichen Stoffen und Mikroplastik. Messwerte werden automatisch gegen Genehmigungsgrenzwerte und E-PRTR-Schwellenwerte bewertet, Überschreitungen führen zu nachverfolgbaren Korrekturmaßnahmen.
ESRS E2 Pollution
Von der Wesentlichkeitsanalyse bis zum Stoffinventar
Das E2-Modul deckt alle fünf Unterthemen der Umweltverschmutzung durchgängig ab – von der doppelten Wesentlichkeitsanalyse über die messwertgestützte Compliance-Bewertung bis zu Zielen, Maßnahmen und dem Inventar bedenklicher Stoffe.
Doppelte Wesentlichkeitsanalyse
Fünf Unterthemenbereiche – Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung, Bodenverschmutzung, bedenkliche Stoffe einschließlich besonders besorgniserregender Stoffe sowie Mikroplastik. Jede Auswirkung und das Risiko oder die Chance daraus sind ein IRO, bewertet von beiden Seiten – Wirkung auf Mensch und Umwelt sowie finanzielle Wirkung – per Punktwert gegen die Wesentlichkeitsschwelle des Berichtszeitraums (Standard 12,5 von 25) oder mit schriftlicher Begründung. „IROs mit KI entdecken“ schlägt Einträge aus Ihren eigenen Daten vor, bewertet aber nicht. Unterthemenbereiche, die erkennbar nicht zutreffen, stufen Sie mit Begründung als nicht wesentlich ein. Wesentlichkeitsmatrix mit Grafikexport, Vollständigkeitsprüfung und Aktivierung, die die Angaben der wesentlichen Bereiche einschaltet, gehören dazu; Voraussetzung ist eine finalisierte CSRD-Berichtsgrenze.
Richtlinien zur Umweltverschmutzung
Richtlinien lassen sich über vier Geltungsbereiche entlang der Wertschöpfungskette und drei Verfügbarkeitsstufen führen – ein gesonderter Richtlinientyp entfällt, da die abgedeckten Unterthemenbereiche diese Aussage bereits tragen. Der Lebenszyklus führt über Entwurf, Aktiv und Archiviert, inklusive Zurücksetzen und Reaktivierung. Eine Abdeckungsansicht je Unterthema kennzeichnet jeden Bereich als nicht wesentlich, abgedeckt, erklärt oder nicht abgedeckt. Nichtvorhandensein-Erklärungen werden automatisch abgelöst und wieder eingesetzt, eine Vollständigkeitsprüfung sichert das Ergebnis ab.
Luftverschmutzung
Emissionsquellen werden nach Schornstein, flüchtig, mobil und Fläche registriert – mit Auslegungsvolumenstrom, jährlichen Betriebsstunden sowie Schadstoffkonfiguration je Quelle mit Genehmigungsgrenzwert, Einheit und Bezugszeitraum. Die Software normalisiert Messwert und Grenzwert auf eine gemeinsame Einheit und stuft das Ergebnis als konform, Warnung oder Überschreitung ein, Überschreitungen zusätzlich nach vier Schweregraden; fehlt ein Grenzwert oder sind die Einheiten nicht vergleichbar, wird das Ergebnis als unbekannt ausgewiesen. Die Jahresfracht wird mit nachvollziehbarer Formelausgabe geschätzt und je Schadstoff über alle Quellen einer Organisation gegen die E-PRTR-Schwellenwerte aggregiert. Korrekturmaßnahmen mit Ursachenanalyse, Nachweisdokumenten und Statusführung runden das Bild ab.
Wasserverschmutzung
Einleitstellen werden nach Einleitungsart – Direkteinleitung in Oberflächengewässer oder Grundwasser, Kanalisation und Kläranlage –, Gewässertyp und ökologischem Zustand registriert. Anhand der Koordinaten ordnet eine hinterlegte Wasserrisiko-Datenbasis den Wasserstress automatisch zu, alternativ erfolgt die Festlegung manuell; Einleitstellen lassen sich nach Wasserstressniveau kennzeichnen und filtern. Neben sechs Standardparametern – biochemischer und chemischer Sauerstoffbedarf, abfiltrierbare Stoffe, pH-Wert, Temperatur und Mikroplastik – steht die vollständige Liste der E-PRTR-Wasserschadstoffe inklusive Gesamtstickstoff, Gesamtphosphor und Schwermetallen zur Verfügung. Grenzwert-Compliance-Bewertung, E-PRTR-Aggregation und Korrekturmaßnahmen funktionieren analog zur Luftverschmutzung.
Bodenverunreinigung
Kontaminierte Standorte werden mit Fläche, Ursache, Schadstoffliste, Entdeckungsdatum, Grundwasserbetroffenheit, Behördenmeldung und Aktenzeichen sowie finanzieller Rückstellung inventarisiert. Der Lebenszyklus führt von der aktiven Untersuchung über die laufende Sanierung und die Überwachungsphase bis zum Abschluss, mit Statushistorie und begründungspflichtigem Zurücksetzen; der Übergang in die Überwachungsphase erfolgt automatisch, sobald keine aktive Sanierungsmaßnahme mehr offen und mindestens eine abgeschlossen ist. Sanierungspläne halten Verfahren, Verantwortlichen, Zieltermin sowie geschätzte und tatsächliche Kosten fest, die Detailseite stellt Rückstellung, Schätzung und Ist-Kosten gegenüber. Hinzu kommen Bodenüberwachungsdatensätze mit unabhängiger Laborbestätigung und Jahresfracht-Datensätze für die E-PRTR-Bodenschwellenwerte.
Ziele und Maßnahmen
Abdeckungskarten je Unterthema zeigen Ziel- und Maßnahmenzahl auf einen Blick. Ziele lassen sich absolut oder relativ beziehungsweise intensitätsbezogen führen – mit sieben Zielkennzahlen, vier Geltungsbereichen, der Unterscheidung freiwillig oder rechtlich verbindlich, Basis- und Zielwerten mit Methodik, wissenschaftsbasiert-Kennzeichnung, Meilensteinen und Dokumenten. Die Aktivierung setzt eine bestandene Vollständigkeitsprüfung voraus, der Ablauf erfolgt automatisch; der Fortschritt wird aus abgeschlossenen Maßnahmen berechnet und als Trajektorienstatus nicht begonnen, im Plan, gefährdet oder im Rückstand ausgewiesen. Drei KI-Funktionen liefern Zielvorschläge auf Basis der eigenen erfassten Luftemissionsdaten sowie Formulierungshilfen für Ziele und Maßnahmen.
Bedenkliche Stoffe
Das Stoffinventar erfasst validierte EG-Nummer, Bezeichnung, CAS-Nummer mit Formatprüfung, die Einstufung als bedenklicher oder besonders besorgniserregender Stoff, die Kennzeichnung zur ECHA-Kandidatenliste mit Datum, 23 CLP-Gefahrenklassen, Verwendungskontext und REACH-Status. Über die ECHA-Referenzauswahl per EG-Nummer oder Bezeichnung werden harmonisierte Einstufung und Stofftyp automatisch übernommen. Die Erfassungsabschnitte sind NACE-gesteuert: Unternehmen der Chemiebranche erfassen Mengen nach beschafft, hergestellt, in Verkehr gebracht und freigesetzt, alle übrigen Unternehmen verwendete und freigesetzte Mengen besonders besorgniserregender Stoffe sowie Produkte und Erzeugnisse oberhalb der Kennzeichnungsschwelle – jeweils mit Messmethode gemessen, berechnet oder geschätzt.
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Ja. Die Software aggregiert die Jahresfrachten je Schadstoff über alle Quellen einer Organisation und stuft das Ergebnis als unter, nahe oder über dem Schwellenwert ein. Für Luft und Wasser sind die Schwellenwerte aus Anhang II der E-PRTR vollständig hinterlegt, für Boden eine engere Auswahl. Die Jahresfracht wird mit nachvollziehbarer Formelausgabe geschätzt.
Je Emissionsquelle oder Einleitstelle hinterlegen Sie die Grenzwerte mit Einheit und Bezugszeitraum. Die Software normalisiert Messwert und Grenzwert auf eine gemeinsame Einheit und stuft das Ergebnis als konform, Warnung oder Überschreitung ein, Überschreitungen zusätzlich nach vier Schweregraden. Fehlt ein Grenzwert oder sind die Einheiten nicht vergleichbar, weist sie das Ergebnis als unbekannt aus.
Zu einer Überschreitung legen Sie eine Korrekturmaßnahme mit Ursachenanalyse und Nachweisdokumenten an. Sie durchläuft die Status offen, dokumentiert und abgeschlossen, mit einer Rückfrageschleife. So ist für die Prüfung nachvollziehbar, wie Ihr Unternehmen auf die Überschreitung reagiert hat und welche Belege dazu vorliegen.
Nein. Über die Referenzauswahl harmonisierter Einstufungen nach Anhang VI der CLP-Verordnung wählen Sie einen Stoff per EG-Nummer oder Bezeichnung; harmonisierte Einstufung und Stofftyp werden automatisch übernommen. Das Inventar führt außerdem CAS-Nummer mit Formatprüfung, Kennzeichnung zur ECHA-Kandidatenliste, 23 CLP-Gefahrenklassen und REACH-Status. Welche Mengenangaben verlangt werden, richtet sich nach Ihrem NACE-Code.
Das Inventar kontaminierter Standorte erfasst Fläche, Ursache, Schadstoffe, Grundwasserbetroffenheit, Behördenmeldung und finanzielle Rückstellung. Sanierungspläne führen geschätzte und tatsächliche Kosten, die Detailseite stellt sie der Rückstellung gegenüber. Sobald keine aktive Sanierungsmaßnahme mehr offen und mindestens eine abgeschlossen ist, wechselt der Standort automatisch in die Überwachungsphase.
Die KI schlägt Ziele auf Basis Ihrer eigenen erfassten Luftemissionsdaten vor und hilft beim Formulieren von Zielen und Maßnahmen. In der Wesentlichkeitsanalyse schlägt sie Auswirkungen, Risiken und Chancen aus Ihren Unternehmensdaten vor. Alle Ergebnisse sind Vorschläge, die Sie vor der Übernahme prüfen und bearbeiten – die Arbeit entsteht mit KI und Ihrem Team, die Entscheidung bleibt bei Ihnen.
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