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Informationssicherheit / NIS2

ISMS (Informationssicherheits-Managementsystem)

Ein systematischer Ansatz zur Verwaltung vertraulicher Informationen, bestehend aus Richtlinien, Prozessen und Kontrollen.

Ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) ist ein Rahmenwerk aus Richtlinien, Prozessen, Verfahren und technischen Kontrollen, das eine Organisation systematisch dabei unterstützt, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit ihrer Informationen zu schützen. Das ISMS folgt dem Plan-Do-Check-Act-Zyklus (PDCA) und stellt sicher, dass Informationssicherheit kontinuierlich verbessert wird, anstatt als einmaliges Projekt behandelt zu werden.

Die Basis eines ISMS bilden typischerweise eine Informationssicherheitsrichtlinie, eine Risikoanalyse und die daraus abgeleiteten Maßnahmen. Zu den Kernprozessen gehören das Risikomanagement, das Management von Sicherheitsvorfällen, die Lieferkettensicherheit sowie das interne Audit. Der Geltungsbereich (Scope) des ISMS kann auf bestimmte Unternehmensbereiche oder das gesamte Unternehmen ausgedehnt werden.

Der bekannteste Standard für den Aufbau und Betrieb eines ISMS ist ISO/IEC 27001, der auch eine Zertifizierung ermöglicht. Alternativ oder ergänzend können Rahmenwerke wie der BSI IT-Grundschutz oder CISIS12 genutzt werden. Ein gut implementiertes ISMS bildet zudem die Grundlage für die Erfüllung gesetzlicher Anforderungen wie NIS2, DORA oder branchenspezifischer Standards wie TISAX in der Automobilindustrie.

Rechtliche Grundlage

ISO/IEC 27001, BSI-Standard 200-1

Praxisbeispiel

Ein Softwareunternehmen mit 80 Mitarbeitenden möchte das Vertrauen seiner Unternehmenskunden stärken und beginnt mit dem Aufbau eines ISMS nach ISO 27001. Zunächst wird der Scope auf die Entwicklungs- und Betriebsabteilung festgelegt, eine Informationssicherheitsrichtlinie verabschiedet und eine Risikoanalyse durchgeführt. Nach Implementierung der daraus abgeleiteten Maßnahmen und einem internen Audit wird das ISMS durch eine akkreditierte Zertifizierungsstelle geprüft und das ISO-27001-Zertifikat erteilt, das als Nachweis gegenüber Kunden und Partnern dient.

Häufige Fragen

Ein ISMS (Informationssicherheits-Managementsystem) ist ein systematisch strukturiertes Rahmenwerk aus Richtlinien, Prozessen und technischen Maßnahmen, das die Informationssicherheit einer Organisation schützt und kontinuierlich verbessert. Es orientiert sich am PDCA-Zyklus und dem Standard ISO/IEC 27001.
Ein ISMS ist sinnvoll, sobald eine Organisation sensible Informationen verarbeitet oder gesetzliche Anforderungen wie NIS2, DORA oder TISAX erfüllen muss. Auch Unternehmen, die eine ISO-27001-Zertifizierung anstreben oder Kundenanforderungen an Informationssicherheit nachweisen müssen, profitieren vom Aufbau eines ISMS.
Der Aufbau eines ISMS beginnt mit der Definition des Geltungsbereichs und der Erstellung einer Informationssicherheitsrichtlinie. Anschließend folgen Risikoanalyse, Maßnahmenplanung und -umsetzung sowie interne Audits und Management-Reviews. Für eine ISO-27001-Zertifizierung schließt sich ein externes Audit durch eine akkreditierte Stelle an.

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